RS Windhuk

Ein Interview über die Finanzlage
und eine außergewöhnliche Investition beim RSF!

Benkhofer: Herr Nelson, sie wurden in der letzen Woche in einem namenhaften Sportgeschäft in Bochum gesehen. Nach Informationen haben sie eifrig in die mangelnde Grundausstattung des RSF investiert. Wie steht es denn wirklich um den Etat des Roten Sterns? Sind solche Investitionen bei der angespannten Finanzlage überhaupt tragbar?
Nelson: Ich weiß nicht worauf sie hinaus wollen Herr Benkhofer… die Finanzen des Roten Sterns sind ganz klar im Aufwärtstrend!
Benkhofer: Was meinen sie damit?
Nelson: Zugegebener Maßen ist unser Aktienkurs in der letzten Zeit stark eingebrochen. Der harte Abstiegskampf hat viele Aktionäre in eine emotionale Achterbahn gesetzt. Natürlich springen da Investoren ab und wir sind gezwungen außergewöhnliche Wege zu gehen. Ich kann natürlich keine Details verraten, möchte aber soviel sagen, dass ich mich im laufe der Woche mit einem dicken Mexikaner aus Napoli treffen werde, der sich nach langen Verhandlungen endlich entschieden hat in den RSF zu investieren.
Benkhofer: Das klingt ja so, als könnte man wieder Licht am Ende des Tunnels sehen!?
Nelson: Natürlich Herr Benkhofer, wir haben nach wie vor vollstes Vertrauen in Trainerstab und Mannschaft und wissen, dass alle Beteiligten bemüht sind, zur Entspannung der Lage beizutragen.
Benkhofer: Herr Nelson, was können sie zum Stichwort Namibia sagen?
Nelson: Sie sprechen da Interna an über die ich ungern öffentlich sprechen möchte.
Benkhofer: Medieninformationen zu folge, gab es eine materielle Transaktion in Form von einem kompletten Trikotsatz und zwei Fußbällen in die Hauptstadt Namibias. Stimmt das?
Nelson: Ich bin empüttert (empört und erschüttert gleichzeitig). Das solche Informationen überhaupt nach außen dringen. Wie ich bereits sagte, verlangt die außergewöhnliche Lage außergewöhnliche Wege. Ich gebe zu, dass wir uns im Marketingbereich einen mittelschweren Feaupas geleistet haben. Da war natürlich spontanes Handeln gefragt. Auf Grund meiner guten Verbindungen zu unseren afrikanischen Freunden konnte ich das Blatt noch mal wenden und habe direkt in Windhuk (Namibia) eine ungewöhnliche Investition gewagt. Ich möchte hiermit offiziell bekannt geben, dass der Rote Stern, Kindern aus dem Township Windhuks auf lange Sicht die Möglichkeit eröffnet hat in der Freizeitliga Bochum Fuß zu fassen.
Benkhofer: Herr Nelson, ich bin erstaunt, was heißt das konkret?
Nelson: Wir unterstützen Junge Talente vor Ort in der Hoffnung das sie eines Tages ihre Ballfertigkeiten auch hier unter Beweis stellen können. Nachwuchsförderung ist in letzter Zeit beim RSF ein großes Thema geworden, uns fehlen die jungen Talente an allen Ecken und Enden. Der ein oder andere RSF Spieler hat natürlich seinen sportlichen Zenit erreicht und ich denke da sind solche Investitionen gerechtfertigt.
Benkhofer: Hat diese Investition die Finanzlage des RSF nicht zusätzlich verschlimmert?
Nelson: Ich kann ihnen versichern, dass das Loch bereits gestopft ist und wir uns keine Sorgen machen müssen. Es geht Berg auf!
Benkhofer: Sind denn in Windhuk Menschen vor Ort, die zum Gelingen dieser tollen Idee beitragen?
Nelson: Ich möchte das Wort „Fußball- Internat“ noch nicht in den Mund nehmen, aber unser deutscher Talentscout Valentin Benkhofer ist vor Ort, leitet das ganze Unternehmen in unserem Sinne und steht in regelmäßigem Kontakt zu uns.
Benkhofer: Wie wollen sie weitere Spenden finanzieren?
Nelson: Wir sind natürlich auf die Hilfe Aller angewiesen. Vor Ort werden dringend Hosen, Bälle und Fußballschuhe benötigt. Wir versuchen noch vor Weihnachten ein zweites Paket zu schnüren damit unsere Investitionen nicht im afrikanischen Wüstensand verlaufen.
Benkhofer: Die Redaktion dankt für dieses informative Gespräch!

Für alle, die das Interview nicht gelesen haben oder demselben nicht ganz glauben wollten, hier die ganze Wahrheit noch mal schriftlich:

Wir sind bei der Bedruckung unserer neuen Trikots auf einen Penner reingefallen. Der hat angeboten für kleines Geld die Beflockung der Hemden zu machen. Hat er auch, aber keineswegs akzeptabel, sondern echt beschissen (für unsere Ansprüche, halt sehr gebastelt, so ein bißchen Grundschule).
Also mussten wir neue Hemden kaufen und diese beim Profi drucken lassen.
Den Satz „versauter“ Trikots haben wir erstmal unter meinen Unterhosen ganz unten im Kleiderschrank verstaut und das Desaster verschwiegen.
Doch dann kam uns eine gute Idee und wir haben die Hemden nach Namibia geschickt. Johannes Bruder Valentin baut dort in Windhuk eine Freizeitschule für Townshipkids auf und konnte die Hemden mehr als gut gebrauchen. Und die Kids haben sich riesig gefreut.
Also hat der RSF jetzt einen Partnerverein in Windhuk. Da laufen jetzt Townshipkids in unseren Trikots übern Ascheplatz und wenn sie Schuhe hätten, könnten sie auch an einer Freizeitliga teilnehmen. Haben sie aber nicht, leider.
Aber der ROTE STERN wäre nicht der ROTE STERN wenn wir diese begonnene Verantwortung nicht ausbauen würden.

Euer Oppa

 

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